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Der lange Weg in die Hofburg

Alle die sich diese Frage schon mal gestellt haben – oder vielleicht vorhaben selbst einmal zu kandidieren – sollten jetzt sehr gut aufpassen: Im Prinzip kann man sagen, dass es eigentlich nicht besonders viele Voraussetzungen zu erfüllen gilt, wenn man BundespräsidentIn werden will.
Als erstes muss man zum Nationalrat wählbar sein, das heißt also, dass man am Stichtag die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen und spätestens am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet haben muss. Wer jetzt allerdings denkt, sie/er könnte mit 18 kandidieren, liegt leider falsch. Die zweite Bedingung ist nämlich, dass man spätestens am Wahltag 35 Jahre alt sein muss – klingt komisch, ist aber so. Ob man diese Altersgrenze als sinnvoll erachtet ist jedem selbst überlassen. Erfüllt man diese zwei Kriterien, kann es auch schon fast losgehen.
Der nächste Schritt ist das Einbringen eines Wahlvorschlags, das übernimmt jede/r KandidatIn für sich selbst. In weiterer Folge muss man 6.000 Unterstützungserklärungen sammeln, was bei dieser Wahl teilweise mit etwas ungewöhnlichen Methoden versucht wurde, und diese bei der Wahlbehörde (BM.I) abgeben. Das ist wahrscheinlich auch – abgesehen natürlich vom Erreichen der meisten Stimmen – die größte Hürde. Man muss sich nur ansehen wie knapp es z.B. bei Richard Lugner war, der ja eindeutig eine relativ bekannte Person in Österreich ist. Hat man auch diese Hürde genommen – die wohl die schwierigste darstellt – ist ein Kostenbeitrag zur Wahl in Höhe von 3.600€ zu leisten (das ist nicht wenig Geld, bei Wahlkampfkosten von teilweise über 1 Mio. Euro ist das allerdings ein Tropfen auf dem heißen Stein).
Hat man nun alle diese Punkte erfüllt, kann es auch schon mit dem Wahlkämpfen losgehen, wie und mit welchen Taktiken man das angeht, gestaltet sich teilweise sehr unterschiedlich. Nach dem Wahlkampf folgt wie immer die Wahl. Diese funktioniert bei Bundespräsidentschaftswahlen etwas anders als z.B. bei Nationalratswahlen. Erster Unterschied: der/die BundespräsidentIn wird direkt und persönlich gewählt, im Unterschied zu Nationalratswahlen bei denen man eine Partei wählt. Zweiter Unterschied: der/die BundespräsidentIn muss mit einer absoluten Mehrheit gewählt werden. Sollte also keine/r der KandidatInnen mit mehr als 50% gewählt werden, gehen die zwei stimmenstärksten KandidatInnen in eine Stichwahl (also wirklich eins gegen eins). Bei der diesjährigen Wahl ist eine Stichwahl so gut wie sicher, da wir sechs KandidatInnen haben.
Also zusammengefasst: erfüllt man alle angeführten Voraussetzungen, schafft man es dann in die Stichwahl und gewinnt diese dann auch, steht dem Einzug mit Sack und Pack in die Hofburg nichts mehr im Weg.

Ein Gedanke zu “Der lange Weg in die Hofburg

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